Fettreiche Atkins-Diät doch nicht schädlich?
Chicago (dpa) - Die umstrittene Atkins-Diät,
die Steaks und Speck erlaubt, aber Kartoffeln und Kuchen verbietet,
ist möglicherweise doch nicht gesundheitsschädlich. US-Forscher
fanden in einer kleinen Untersuchung, dass die Teilnehmer bei der
Atkins-Diät mehr Gewicht verloren und am Ende bessere Blutwerte
hatten als Menschen einer Kontrollgruppe, die sich an eine konventionelle
Diät mit geringem Fettanteil hielten.
Das Ergebnis, das von der Amerikanischen Herzgesellschaft (AHA)
am Montagabend in Chicago vorgestellt wurde, bestätigt vergleichbare
Resultate von mindestens drei anderen Studien der vergangenen zwölf
Monate. Dennoch warnte der federführende Autor Eric Westman,
die Atkins-Diät sei nicht zu empfehlen, bevor sie nicht durch
weitere, größere Studien bestätigt sind.
Bei der Atkins-Diät werden Kohlenhydrate wie Zucker, Mehl
und Reis weitgehend vermieden. Dafür wird der Verzehr von Eiern,
Käse, Fisch und Fleisch sowie Gemüse empfohlen. Im Rahmen
der sechsmonatigen Untersuchung mit 120 Übergewichtigen nahmen
Teilnehmer nach Atkins durchschnittlich 15 Kilogramm ab, die Kontrollpersonen
aber nur knapp 10 Kilogramm.
In beiden Gruppen verbesserten sich die Cholesterinwerte, berichtete
Westman, der an der Duke Universität in Chapel Hill (North
Carolina) arbeitet. Doch die Atkins-Teilnehmer erhöhten den
Anteil des «guten» Cholesterins HDL um 11 Prozent, während
der HDL-Wert bei der fettarmen, von der Amerikanischen Herzgesellschaft
empfohlenen Diät nicht anstieg.
Selbst bei den als gefährlich geltenden Triglyzeriden zeigten
die Teilnehmer der Atkins-Diät bessere Resultate. Hohe Anteile
dieser Fettstoffe im Blut gelten als Risikofaktor für Herzkrankheiten.
Die Atkins-Anhänger reduzierten ihre Triglyzeridwerte im Blut
im Durchschnitt um 49 Prozent, während die Menschen der Kontrollgruppe
ihre Werte nur um 22 Prozent verbesserten. Eine Untersuchung mit
360 Teilnehmern soll demnächst an der Universität von
Pennsylvania beginnen.
Quelle: yahoo.de
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