Trinken bevor der Durst kommt
Ernährungsberatung stellte die richtige Nahrungsauswahl
für Sportler vor - Fachtagung
Tirschenreuth. (kro) Eine abwechslungsreiche und gut zusammengesetzte
Kost kann dem Sportler auf die Beine helfen. Bei der Fortbildungstagung
"Fit im Sport durch richtige Ernährung" verdeutlichten
die Referenten die Bedeutung der ausgewogenen Nahrungsauswahl. Davon
würde auch der deutsche Durchschnittssportler profitieren,
der nur eine Stunde pro Woche in seine Fitness investiert.
Im Rahmen der Gesundheitsinitiative "Bayern aktiv" des
Staatsministeriums für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz
hatte die Ernährungsberatung des Landkreises am Samstag Verantwortliche
im Breitensport, also Lehrer, Übungsleiter/innen und Trainer/innen
eingeladen.
Zunächst betonte Birgit Forster-Rösel vom Landratsamt
Neumarkt, dass rund dreißig Millionen Bundesbürger regelmäßig
mindestens eine Stunde pro Woche Sport treiben würden. Zwar
fordere eine Stunde Sport pro Woche keine andere Ernährung,
eine abwechslungsreiche und gut zusammengesetzte Ernährung
würde aber auch hier Vorteile bieten. Grundsätzlich bestimmen
Trainingsart, Körpergewicht und der Trainingszustand den höheren
Energieverbrauch. Daher müssten die Ernährungsempfehlungen
individuell abgestimmt werden. Wichtig seien Kohlenhydrate, Fette
und Eiweiß, die im bestimmten Verhältnis zueinander aufgenommen
werden sollten.
Zwei Liter Wasser pro Tag
Diplom-Ökotrophologin Eva Gibhardt von der Staatlichen Ernährungs-
und Verbraucherberatung am Tirschenreuther Landratsamt ging dann
auf die Trinkempfehlungen für die Sportler ein. Die Flüssigkeitszufuhr
sollte pro Tag etwa zwei Liter betragen. Wer Sport treibe, der benötige
bei seinen Schweißverlusten entsprechend mehr Flüssigkeit
mit Mineralstoffen. Bei sportlicher Betätigung könne der
Tagesbedarf im Sommer auf drei Liter steigen. Wichtig sei auch das
richtige Trinkkonzept, vor und während des Wettkampfes. Vor
dem Wettkampf sollten in der letzten Viertelstunde vor dem Start
bis zu 0,5 Liter in kleinen Schlucken, jedoch nicht zu kalt, getrunken
werden. Während des Wettkampfs sollte ebenso Flüssigkeit
zu sich genommen werden. Wichtig, es sollte zur Getränkeaufnahme
vor dem Durst kommen.
Messungen nur Richtlinien
Zur Körperfett- und Körperwasserzusammensetzung sowie
zum sinnvollen Einsatz von Nahrungsergänzung referierte Jochen
Schmitz, Diplom-Ökotrophologe aus Bad Nauheim. Schmitz machte
klar, dass es zur Erfassung der Körperkompartimente verschiedene
Möglichkeiten gebe. Zum einen die Hautfaltendicke-Messung,
zum anderen die Messung der Körperzusammensetzung mittels Unterwasserwiegens.
Wichtig zur Berechnung seien die Körpergröße, das
Körpergewicht, der Geschlechtstyp und das Lebensalter der Person.
Dabei machte er klar, dass diese Messungen immer nur mögliche
Richtlinien sein sollten, da jeder Breitensportler individuelle
Dispositionen besitze und eigene Ziele verfolge. Zu den vor allem
in den Medien angepriesenen Nahrungsergänzungsmitteln bemerkte
er, dass diese meist nicht die angepriesenen Effekte einbrächten.
Nur selten seien durch diese Mittel Leistungsverbesserungen zu erzielen.
Viel wichtiger sei ein vernünftiges Verhältnis zur gesunden
Ernährung, kontrolliertes Training sollte die Basis für
den sportlichen Erfolg des Breitensportlers sein.
Nordic Walking vorgestellt
Den vierten Part dieser Fortbildungstagung übernahm Nordic-Walking-Basic-Instructor
Markus Meister aus Erbendorf. Er stellte diese neue Sportart vor
und verwies auf die Vorteile für Herz und Kreislauf. Anschließend
wurde ein kurzer Nordic-Walking-Parcours bewältigt, ehe die
sehr ansprechende Tagung ausklang. Für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen
gab es neben den Fachvorträgen auch ein sportlergerechtes Frühstück,
eine mundiges Mittagessen und natürlich die entsprechenden
sportlichen Drinks.
Quelle: Oberpfalznet.de
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