|
Diuretika
Diuretika sind harntreibende Substanzen. Sie bewirken, dass vermehrt
Harn ausgeschieden wird. Auch übermäßiges Trinken
von Wasser führt zu einer Erhöhung der Flüssigkeitsausscheidung.
Mit dem Einsatz von Diuretika wird somit eine negative Flüssigkeitsbilanz
erreicht,
womit eine Gewichtsreduktion einhergeht.
Der hierfür verantwortliche Mechanismus ist eine Erhöhung
der Ausscheidung von Salzen wie Na+-Ionen, die ihrerseits osmotisch
Wasser binden. Dieses kann bei entsprechenden Krankheitsbildern
therapeutisch ausgenutzt werden, wie z.B: zum Ausschwemmen von Flüssigkeit
aus Ödemen oder zur Erniedrigung des Blutdruckes bei Gefährdungen
durch Bluthochdruck.
Diuretika sind im Grunde genommen keine Substanzen, die die körperliche
Leistung steigern. Ihr Missbrauch im Sport hat zwei unterschiedliche
Gründe:
- Sie finden in Sportarten mit Gewichts-klassen Anwendung, um
mit einer erhöhten Wasserausscheidung das Körpergewicht
derart zu erniedrigen, dass der Start in einer niedrigeren Gewichtsklasse
möglich wird.
- Es wird versucht, durch die erhöhte Urinausscheidung einen
"Verdünnungseffekt" von Dopingsubstanzen zu erzielen,
mit der Hoffnung, dass die analytische Nachweisgrenze für
die verwendeten Substanz unterschritten und ein positiver Nachweis
unmöglich wird.
Der letztere Versuch ist mittlerweile auch durch die Regel, dass
der abgegebene Urin bei der Kontrolle eine relative Dichte von 1.010
nicht unterschreiten darf, erschwert. Die Kontrolleure sind dann
gehalten, eine weitere Urinprobe vom Athleten zu verlangen.
Diese beschriebenen Maßnahmen stellen eine eindeutige Manipulation
einer Urinprobe dar, die aus sportethischen Gründen nicht akzeptiert
werden kann. Die Medizinische Kommission des IOC hat deshalb diese
Substanzgruppe als verbotene Wirkstoffe auf die Dopingliste gesetzt.
Quelle: Dopinginfo.de
|
|