zurück zur Startseite Seite drucken Bookmark me !
 
HOME
STARTSEITE
 
BODYBUILDING
NEWS
ALLGEMEIN
MUSKULATUR
BÜCHER & VIDEO
 
ERNÄHRUNG
ALLGEMEIN
REZEPTE
KALORIENTABELLE
 
TRAINING
TRAININGSPLÄNE
PRIZIPIEN
ÜBUNGEN
SYNERG. TRAINING
 
SUPPLEMENTE
INFORMATIONEN
 
STEROIDE
INFORMATIONEN
 
FORUM
FRAGEN / ANTWORTEN
 
SHOP
MUSKELBODY-SHOP
 
LINKS
BODYBUILDING
TOP 100 LISTE
LINKLISTE
ALLGEMEIN
BANNERTAUSCH
 
INTERAKTIV
FORUM
KONTAKT
FEEDBACK
DISCLAIMER
IMPRESSUM
 
 
 
 
 
 
 


Packungsbeilage von:

Ephedrin Streuli Injektionslösung

Alpha- und Beta-Sympathomimetikum

Zusammensetzung:

Ampullen zu 1 ml: Ephedrini hydrochloridum 50 mg; Aqua q.s. ad solut. inject. pro 1 ml.

Eigenschaften/Wirkungen:

Ephedrin, ein direktes und indirektes Sympathomimetikum, stimuliert sowohl Alpha- als auch Beta-Rezeptoren. Zusätzlich liberiert Ephedrin Noradrenalin aus den adrenergen Speichervesikeln und hemmt kompetitiv die Wiederaufnahme des Neurotransmitters sowie die mitochondrale MAO. Die qualitativen Wirkungen von Ephedrin sind peripher ähnlich dem Noradrenalin, setzen jedoch später ein. Zentral werden bei entsprechenden Dosen stimulierende Effekte ausgelöst.

Im allgemeinen und insbesondere mit kleinen Dosen (< 0,5 mg/kg) wird durch die positiv inotrope und chronotrope Wirkung von Ephedrin am Herzen der cardiac output und somit das Herz-Minuten-Volumen (HMV) erhöht. Bei höheren Dosen (2-5 mg/kg) können jedoch aufgrund von Reflexmechanismen die meisten dieser Effekte nicht mehr festgestellt werden.

Gewöhnlich wird durch Ephedrin der diastolische und systolische Blutdruck angehoben. Ephedrin kann aber wie Adrenalin peripher sowohl eine Vasokonstriktion (Alpha-Rezeptoren) als auch eine Vasodilatation (Beta 2-Rezeptoren) verursachen. Arteriolen der Haut, Schleimhäute sowie der Viscera werden dabei konstringiert, Arteriolen der Skelettmuskulatur werden dilatiert.

Ephedrin verengt Widerstands- als auch Kapazitätsgefässe.

Die Verabreichung von Ephedrin in der Geburtshilfe bei Hypotonie der Mutter (Spinalanästhesie) führt neben der Korrektur des Blutdrucks zu einer verbesserten Durchblutung des Uterus. Im Tierversuch konnte gezeigt werden, dass die durch die Hypotonie verursachte Hypoxie, Hyperkapnie, Acidose und Bradykardie des Fötus korrigiert werden kann.

In therapeutischen Dosen relaxiert Ephedrin insbesondere die glatte Muskulatur des Bronchialbaumes. Eine Konstriktion der Bronchien kann durch Ephedrin behoben werden, der Gasaustausch wird wieder normalisiert.

Pharmakokinetik

Absorption:

Ephedrin wird nach intramuskulärer und subkutaner Applikation schnell und vollständig absorbiert.

Die Effekte des i.v. applizierten Ephedrins treten rasch innerhalb weniger Minuten ein.

Nach i.v. resp. i.m. Applikation von 10-25 mg resp. 25-50 mg Ephedrin halten die pressorischen und kardialen Wirkungen ca. 1 Std. an.

Distribution:

Therapeutische Plasmakonzentrationen liegen zwischen 20-80 ng/ml oder darüber. Ephedrin passiert die Plazenta und gelangt in die Muttermilch.

Metabolismus:

Kleine Mengen von Ephedrin werden in der Leber langsam durch oxidative Desaminierung, Demethylierung, aromatische Hydroxylierung und Konjugation metabolisiert. Als Metaboliten wurden p-Hydroxyephedrin, p-Hydroxynorephedrin, Norephedrin und deren Konjugate identifiziert.

Elimination:

Ephedrin und Metabolite werden renal ausgeschieden. Der grösste Teil wird unverändert eliminiert, dabei ist die Rate der Ausscheidung von Ephedrin und Metaboliten vom Urin-pH abhängig.

Gemäss einer Studie werden nach i.v. Applikation einer Einzeldosis mit 25 mg Ephedrinchlorid 87-99% als unverändertes Ephedrin ausgeschieden. 3-7% werden bei pH 5 innerhalb von 24 Stunden als Norephedrin renal eliminiert. Bei einem pH von 8 werden nach peroraler Applikation innerhalb 24 Stunden 11-24% rsp. 22-35% als Norephedrin resp. Ephedrin ausgeschieden.

Die Plasmahalbwertszeit beträgt abhängig vom Urin-pH 3 (pH 5)- 6 (pH 6,3) Std. Bei saurem Urin ist die Elimination beschleunigt.

Die renale Clearance beträgt 230-660 ml/Min.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Hypotonie während einer Anästhesie:

Ephedrin ist das Medikament der Wahl zur Behandlung einer Hypotonie während einer Spinalanästhesie (Geburtshilfe, Urologie, Orthopädie usw.); wird ein Blutdruckabfall erwartet, kann prophylaktisch Ephedrin gegeben werden.

Behandlung der Hypotonie während einer Allgemeinanästhesie.

Hypotonie:

Ephedrin kann aufgrund der Alpha- und Beta-Rezeptoren-Wirkung bei Hypotonie angewendet werden, wenn trotz gleichzeitiger Behandlung der Ursachen (Volumenmangel, Medikamentenwirkung, Herzinsuffizienz) keine Besserung eintritt.

Bronchospasmus:

Ephedrin wird s.c. als adjuvante Therapie bei akuten Asthmaanfällen oder anaphylaktischen Reaktionen eingesetzt.

Dosierung/Anwendung:

Ephedrin muss individuell nach Massgabe der Kreislaufparameter dosiert werden, dabei sind folgende Werte nur als Richtlinien zu betrachten:

Blutdruckabfall

Erwachsene: 10-25 mg i.v. (maximal 150 mg/24 Std.).

Empfehlenswert ist die fraktionierte Gabe von 5-10 mg bis zur Normalisierung des Blutdrucks.

Erwachsene: 25-50 mg (10-50 mg) s.c. oder i.m. Bei Bedarf kann eine zweite Dosis mit 50 mg i.m. oder 25 mg i.v. gegeben werden.

Kinder: 3 mg/kg oder 100 mg/m² pro Tag in 4-6 Dosen (s.c., i.v.).

Bronchospasmus

Erwachsene: parenterale Initialdosis: 12,5-25 mg, weitere Dosen gemäss Reaktion des Patienten.

Anwendungseinschränkungen

Kontraindikationen:

Ephedrin Streuli darf bei hypovolämischen Patienten nicht als Einzeltherapie eingesetzt werden. Primär muss eine Substitution mit Blut, Plasma, Flüssigkeit und/oder Elektrolyten erfolgen. Nur in absoluten Notfällen darf Ephedrin Streuli parallel mit der primären Volumengabe oder zur Aufrechterhaltung der koronaren und cerebralen Perfusion bei Volumendepletion gegeben werden.

Überempfindlichkeit gegenüber Ephedrin Streuli oder anderen Sympathomimetika, Hyperthyreose, Thyreotoxikose, Patienten mit schweren kardiovaskulären Erkrankungen (schwere Koronarinsuffizienz, Angina pectoris, Arrhythmien, schwere Arteriosklerose, arterielle Hypertonie), Engwinkelglaukom.

Vorsichtsmassnahmen

Diabetes mellitus, koronare Herzkrankheit, Arteriosklerose, Tachykardie, Aneurysma, Prostatahypertrophie.

Ephedrin Streuli kann das zirkulierende Plasmavolumen vermindern. Dies kann sich negativ auf einen Schockzustand auswirken sowie nach Absetzen des Präparates die Entstehung einer Hypotension fördern.

Hypoxie, Hyperkapnie und Acidose können die Wirksamkeit von Ephedrin Streuli reduzieren und/oder die Inzidenz von Nebenwirkungen im negativen Sinne beeinflussen. Diese Zustände sollten deshalb vor oder während der Medikation mit Ephedrin Streuli behoben werden.

Bei Patienten mit Myasthenia gravis kann die Applikation von Ephedrin Streuli zu vermehrter Muskelspannung führen.

Bei der wiederholten Anwendung von Ephedrin Streuli muss stets an die Gefahr einer Anaphylaxie und psychischen Abhängigkeit gedacht werden.

Schwangerschaft, Stillzeit

Schwangerschafts-Kategorie C.:

Es sind weder kontrollierte Studien bei Tieren noch bei schwangeren Frauen verfügbar. Unter diesen Umständen soll Ephedrin Streuli in der Schwangerschaft nur verabreicht werden, wenn der potentielle Nutzen das fötale Risiko übersteigt. Ephedrin Streuli ist in der Muttermilch in genügender Konzentration vorhanden, um für das Kind gefährlich zu werden.

Parenterale Applikation von Ephedrin Streuli während der Geburt kann fötale Tachykardien zur Folge haben und sollte nicht angewendet werden, wenn der maternale Blutdruck über 130/80 liegt. Ephedrin Streuli ist kontraindiziert bei stillenden Frauen, oder es sollte abgestillt werden.

Unerwünschte Wirkungen

Gelegentlich manifestieren sich zentralnervöse, stimulierende Effekte wie Nervosität, Angst-, Spannungsgefühle, Agitation, Exzitation, Unruhe, vermehrte Reizbarkeit, Rededrang, Schwächezustände und Schlaflosigkeit. Daneben werden auch klopfende Kopfschmerzen, Atemschwierigkeiten, Fieberzustände oder ein Gefühl der Wärme, Schwitzen, Trockenheit von Nase und Kehle, präcordiale Schmerzen, Blässe, milde epigastrische Beschwerden, Nausea oder Erbrechen angegeben.

Bei höheren Dosen addieren sich Schwindelgefühl, Benommenheit, Verwirrtheit, Tremor sowie eine verstärkte Reflexantwort hinzu.

Hohe parenterale Dosen von Ephedrin können sich durch Verwirrtheit, Delirium, Halluzination und Euphorie bemerkbar machen.

Ephedrin kann bei längerfristiger Anwendung eine Entleerung der NA-Speicher an den sympathischen Nervenendigungen verursachen und eine Tachyphylaxie der kardialen und vasalen Effekte herbeiführen.

Ephedrin kann die Irritabilität des Herzmuskels erhöhen und die rhythmische Funktion des Ventrikels beeinflussen. Die Folgen sind Palpitationen und Tachykardien.

Extrasystolen bishin zu gefährlichen Arrhythmien können insbesondere bei Patienten, die Glykoside, Cyclopropan und Halothan (siehe Interaktionen) verabreicht bekommen sowie bei organischen Herzerkrankungen beobachtet werden.

Ephedrin erhöht die Herzarbeit und den myokardialen Sauerstoffverbrauch und kann dadurch evtl. eine Angina pectoris auslösen.

Insbesondere bei längerfristiger Applikation von Ephedrin bei Patienten mit Prostatahypertrophie kann es zu Miktionsschwierigkeiten bis hin zu einer akuten Harnverhaltung kommen.

Eine längerfristige Anwendung von Sympathomimetika bei Patienten im Schockzustand kann Ödeme, fokale Myokarditiden, (subpericardiale) Hämorrhagien, intestinale und hepatische sowie renale Nekrosen zur Folge haben. Bislang ist aber nicht klar, ob Ephedrin oder der Schockzustand per se für diese Effekte verantwortlich zu machen sind.

Interaktionen

Sympathomimetika:

Bei Verabreichung von Ephedrin Streuli mit anderen Sympathomimetika besteht die Gefahr von additiven Effekten und Nebenwirkungen.

Alpha- und Beta-Blocker:

Durch eine Alpha-Blockade wird der vasokonstriktorische Effekt von Ephedrin Streuli herabgesetzt. Eine Vasodilatation kann die Folge sein.

Durch eine Beta-Blockade können die kardialen und bronchodilatatorischen Wirkungen von Ephedrin Streuli gemindert werden.

Inhalationsanästhesie:

Bei einer Anästhesie mit Cyclopropan und Halothan besteht die Gefahr einer erhöhten kardialen Irritabilität mit konsekutiven Arrhythmien.

MAO-Hemmer:

Blutdruckanstieg, Blutdruckkrise durch vermehrte Abbauhemmung der freigesetzten Sympathomimetika.

Ephedrin Streuli sollte vorsichtig, wenn überhaupt, mit Furazolidon und Medikamenten, die die MAO hemmen, angewendet werden.

Andere Medikamente:

Reserpin und Methyldopa reduzieren die Menge an Noradrenalin an den Nervenendigungen und vermindern die Wirkung von Ephedrin Streuli.

Ephedrin Streuli kann die neuronale Blockade durch Guanethidin antagonisieren und zu einem Verlust der anti­hypertensiven Wirksamkeit führen.

Atropin blockiert die Reflexbradykardie und fördert damit die Wirkungen von Ephedrin Streuli.

Gemeinsame Applikation mit Theophyllin und anderen Xanthin-Derivaten erhöht die Inzidenz der möglichen Nebenwirkungen.

Bei gleichzeitiger Gabe von Herzglykosiden mit Ephedrin Streuli besteht erhöhte Arrhythmiegefahr.

Mit Papaverin besteht die Möglichkeit zur Auslösung eines Glaukomanfalles.

Die gleichzeitige Verabreichung von Furosemid oder anderer Diuretika kann zu einer Verminderung der arteriellen Pressorwirkung führen.

Überdosierung

Im Falle einer Überdosierung können Symptome wie Hypertonie, Tachykardie mit Palpitationen, Herzarrhythmien, Hyperglykämie, allgemeine Stoffwechselsteigerung, Erhöhung der freien Fettsäuren im Blut, Nausea, Erbrechen, Schlaflosigkeit, Verwirrtheit, paranoide Psychosen, Halluzinationen auftreten.

Besteht der Verdacht auf eine Überdosierung, soll mit entsprechenden Gegenmassnahmen behandelt werden.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit:

Das Medikament darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

 

 

 
 
 
© http://www.muskelbody.de
2004- 2008
Letzte Aktualisierung: 14.09.2008
     

  Suchmaschinenlinks: | Bodybuilding-Links | Bodybuilding-Shop, Protein, Creatin | Ernährung | Sitemap | Bodybuilding Forum
| Bodybuilding-World | Power-Bodybuilding | Sport Portal | Sportforum