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Überlastungsprinzip
Übertraining
Kontraktion
Abfälschen
Gewicht
Atmung
Dehnen
Waschbrettbauch
Hier
einige Trainingsprinzipien:
Überlastungsprinzip
Die
Muskeln wachsen nur, wenn sie so überlastet werden, dass ein Wachstumsreiz
ausgelöst wird. Auf geringere Belastung sprechen sie nicht an. Mit
zunehmendem Kraftzuwachs wird weiterer Muskelzuwachs nur möglich,
wenn die Muskeln gezwungen werden, mehr Arbeit zu verrichten. Am
einfachsten erreicht man das dadurch, dass man das Gewicht bei jeder
Übung erhöht. Durch progressive Erhöhung des Gewichts - um mit dem
Kraftzuwachs des Körpers Schritt zu halten - stellen Sie sicher,
dass die Muskeln stets ihrem maximalen Leistungsvermögen entsprechend
arbeiten und infolgedessen möglichst schnell wachsen.
Übertraining
"Intensität"
ist das Maß dafür, wie hart die Muskeln während einer Trainingseinheit
arbeiten müssen. Je mehr Arbeit Sie in einer bestimmten Zeit verrichten,
desto intensiver trainieren Sie. Doch bei höherer Trainingsintensität
braucht der Körper auch mehr Zeit, um sich zu erholen und zu wachsen.
"Übertraining" kommt zustande, wenn Sie einen Muskel so
oft beanspruchen, dass ihm nicht genügend Zeit bleibt um sich vollständig
zu erholen. Man hört manchmal Bodybuilder sagen, ein Muskel werde
"heruntergerissen", und dann lasse man ihm Zeit, sich
selber wieder aufzubauen, aber das ist physiologisch gesehen eigentlich
nicht richtig. Der Muskelkater ist eine Begleiterscheinung und nicht
der Hauptgrund, weshalb die Muskeln nach schwerem Training Zeit
brauchen, um sich zu erholen. Intensive Muskelkontraktionen sind
mit einer Reihe komplexer biochemischer Prozesse verbunden. Der
energieliefernde Prozess für die Muskelkontraktion führt zur Bildung
von Stoffwechselprodukten wie Milchsäure. Im Verlauf des Trainings
wird die Energie verbraucht, die in Form von Glykogen im Muskel
gespeichert ist. Der Körper braucht Zeit, um das chemische Gleichgewicht
der Muskelzellen wiederherzustellen, die anfallenden Stoffwechselprodukte
zu beseitigen und die erschöpften Glykogenreserven wieder aufzufüllen.
Noch wichtiger ist aber ein anderer Faktor: Die Zellen selbst brauchen
Zeit, um sich dem Trainingsreiz anzupassen und zu wachsen. Und genau
darum geht es ja beim Bodybuilding, die Muskeln zum Wachsen zu bringen.
Wenn Sie einen Muskel also übertrainieren, ihn zu kurz nach der
letzten Trainingseinheit erneut zwingen, hart zu arbeiten, geben
Sie ihm keine Gelegenheit zu wachsen, und Ihre Fortschritte werden
unbefriedigend. Nicht alle Muskeln erholen sich gleich schnell vom
Training. Am schnellsten geschieht dies zum Beispiel beim Bizeps
und am langsamsten bei der unteren Rückenmuskulatur, die nach intensivem
Training rund 100 Stunden braucht, bis sie sich wieder völlig erholt
hat. Doch in den meisten Fällen genügt es, jedem Körperteil 48 Stunden
Ruhe zu gönnen, also einen Tag auszusetzen, bis man einen Muskel
erneut trainiert. Im Grundtraining werden nur mittlere Intensitätsgrade
erreicht, weshalb die erforderliche Erholungszeit kürzer ist. Später,
wenn Sie zum Fortgeschrittenentraining kommen, widersetzt sich der
Körper Veränderungen und weiterem Muskelzuwachs in stärkerem Maße,
so dass höhere Intensitätsgrade notwendig werden, um diesen Widerstand
zu überwinden. Doch hier wirkt sich dann ein anderer Faktor günstig
aus: Trainierte Muskeln erholen sich nach Ermüdung schneller als
untrainierte. Je besser Sie also im Bodybuilding werden, desto schneller
erholen Sie sich und desto anstrengender kann Ihr Trainingsprogramm
werden.
Kontraktion
Die
Wirkung des Bodybuilding-Trainings kommt durch Stimulation der Muskelfasern
mit Hilfe korrekt ausgeführter Bewegungen zustande, nicht durch
den Versuch, irgendwie möglichst viel Gewicht zu heben. Konzentrieren
Sie sich bei jeder Übung auf die beanspruchten Muskeln, um gute
Ergebnisse zu bekommen; fühlen Sie die Kontraktion, und beschäftigen
Sie sich nicht allzu sehr damit, wie viel Gewicht Sie heben. Die
Gewichte sind nur ein Mittel zum Zweck; wie gut Sie die Muskeln
zur Kontraktion bringen, das ist es, worauf es im Training ankommt.
Wenn Sie mit einem Satz fertig sind, spannen Sie die beanspruchten
Muskeln isometrisch an und führen Posen aus, um sie umfassend zu
stimulieren.
Abfälschen
Nicht
immer muss eine Übung vollkommen korrekt ausgeführt werden, damit
die bestmöglichen Ergebnisse erzielt werden. Das "Abfälschen"
ist eine spezielle Technik, die Sie anwenden können, um die Muskeln
maximal zu belasten. Beim Abfälschen bringen Sie zusätzliche Muskeln
zur Unterstützung derjenigen ins Spiel, die bei der Übung direkt
beansprucht werden. Das geschieht aber nicht, um diesen Muskeln
die Übung zu er leichtem, sondern um sie noch stärker zu belasten.
Nehmen wir an, Sie machen einen schweren Langhantelcurl. Sie schaffen
fünf oder sechs Wiederholungen und merken dann, daß Sie zu müde
sind, um die Übung in vollkommen korrekter Haltung fortzuführen.
Zu diesem Zeitpunkt werden nun die Schultern und Rückenmuskeln zum
Heben mit eingesetzt, um noch vier oder fünf Wiederholungen machen
zu können. Sie helfen mit diesen Muskeln jedoch nicht mehr nach,
als es zur Fortsetzung des Satzes gerade notwendig ist, und der
Bizeps arbeitet weiter hin so hart er kann. Durch dieses Abfälschen
wird der Bizeps zu mehr Wiederholungen gezwungen, als er ohne Unterstützung
der anderen Muskeln hätte ausführen können, so daß er nicht weniger
belastet wurde, sondern mehr.
Gewicht
Es
wird zuweilen vorkommen, daß Sie für eine Übung ein Gewicht auflegen,
mit dem Ihnen normalerweise 10 Wiederholungen möglich sind, aber
da Sie sich gerade besonders stark fühlen, erzwingen Sie 12 oder
13. Das ist in Ordnung; machen Sie bei jedem Satz so lange weiter,
bis Sie nicht mehr können. Hören Sie nicht auf, nur weil eine bestimmte
Zahl erreicht ist. Manchmal ist es aber auch umgekehrt, und Sie
schaffen vielleicht nur 8 Wiederholungen, obwohl. Sie mit dem gleichen
Gewicht sonst 10 machen. Solange sie die Übung fortsetzen, bis Ihnen
keine weitere Wiederholung mehr gelingt, nutzen Sie Ihr Training
auch dann noch aufs beste, wenn Sie an diesem speziellen Tag vielleicht
nicht so stark sind. Sollten Sie allerdings feststellen, daß Sie
bei einem Satz 13, 15 oder noch mehr Wiederholungen schaffen, dann
wissen Sie, daß Sie bei dieser Übung mehr Gewicht auflegen müssen.
Erhöhen Sie das Gewicht jetzt so, daß Sie wieder auf die vorgeschriebene
Wiederholungszahl kommen. Abgesehen von schweren Hebeversuchen oder
Krafttraining für besondere Zwecke, geht es im Bodybuilding darum,
weder zu schwer noch zu leicht zu heben. Bei zu schwerem Gewicht
neigen Sie zum Abfälschen- Sie arbeiten nicht über den vollen Bewegungsumfang
und schaffen nicht genügend Wiederholungen. Bei zuwenig Gewicht
reicht die Belastung nicht aus, um den Muskel zum Wachsen anzureizen.
Atmung
Ich
bin immer wieder überrascht, wie oft ich gefragt werde, wie man
beim Training richtig atmet. Mir schien das immer ganz automatisch
zu geschehen, und so bin ich oft versucht zu antworten: "Einfach
locker bleiben, dann geht es von selber. Denken Sie nicht darüber
nach." Inzwischen weiß ich aber, daß manchen Menschen damit
nicht geholfen ist, und für sie habe ich folgende Grundregel: "Bei
Anstrengung tief ausatmen." Nehmen wir an, Sie machen eine
Kniebeuge, wenn Sie mit der Hantel auf den Schultern dastehen und
in die Hocke gehen, atmen Sie ein, und beim Hochkommen atmen Sie
aus. Sie dürfen die Luft nicht anhalten, sondern müssen tatsächlich
ausatmen. Das hat einen guten Grund. Bei sehr starker Muskelanspannung
kontrahiert meist auch das Zwerchfell, besonders bei Bewegungen
wie Beinpressen oder Hantelkniebeugen. Dadurch kommt es zu einer
Druckerhöhung in der Brusthöhle (dem Raum, der von den Lungen eingenommen
wird). Wenn Sie die Luft anhalten, besteht Verletzungsgefahr. Der
Kehldeckel könnte zum Beispiel verletzt werden, so daß der Durchtritt
der Luft durch den Hals blockiert wird. Das verhindern Sie, indem
Sie bei maximaler Anstrengung ausatmen, und manche Leute sind sogar
der Meinung, daß man dann etwas mehr Kraft entwickeln kann.
Dehnen
Das
Dehnen gehört zu den am meisten vernachlässigten Elementen des Trainings,
selbst unter erfahrenen Bodybuildern. Wenn Sie einmal beobachten,
wie ein Löwe vom Schlaf erwacht und aufsteht, werden Sie sehen, daß
er sich sofort zu voller Länge streckt, um alle Muskeln, Sehnen und
Bändern bereitzumachen für blitzschnelle, brutale Aktion. Der Löwe
weiß instinktiv, daß Strecken und Dehnen seine Kraftentwicklung steigert.
Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke sind flexible Strukturen. Sie
können sich versteifen und den natürlichen Bewegungsumfang einschränken.
Man kann sie aber auch dehnen, um den Bewegungsumfang zu steigern
und folglich mehr Muskelfasern kontrahieren zu können. Dehnübungen
vor dem Training erlauben es Ihnen also, härter zu trainieren. Streckübungen
vermindern obendrein das Verletzungsrisiko im Training. Bei mangelnder
Flexibilität können die Muskeln unter dem Zug eines Gewichts leicht
zu weit gedehnt werden. Eine Überdehnung von Sehnen und Bändern kann
Zerrungen und Verstauchungen zur Folge haben, die Ihr Training erheblich
beeinträchtigen. Doch wenn Sie die beanspruchten Partien vorher dehnen,
passt sich der Körper an, wenn schwerer Widerstand an den Strukturen
zieht. Die Flexibilität oder Gelenkigkeit verbessert sich auch, wenn
die verschiedenen Übungen richtig ausgeführt werden. Ein Muskel kann
kontrahieren, aber er kann sich nicht von selbst dehnen. Dies muss
durch den Zug eines entgegengesetzt wirkenden Muskels geschehen. Wenn
Sie über den vollen Bewegungsumfang trainieren, dehnt der kontrahierende
Muskel automatisch seinen Gegenmuskel. Bei Curls kontrahiert zum Beispiel
der Bizeps, so daß der Trizeps gedehnt wird. Beim Trizepsdrücken ist
es umgekehrt. Durch die Anwendung von Techniken, die ihre Muskeln
über größtmögliche Längenänderung führen, werden Sie gelenkiger. Aber
das reicht noch nicht. Muskeln, die gegen schweren Widerstand kontrahieren,
verkürzen sich normalerweise. Deshalb empfehle ich Dehnübungen vor
dem Training - damit Sie härter und gefahrloser trainieren können
- sowie auch Dehnübungen noch dem Training, um die verkürzten und
ermüdeten Muskeln zu dehnen. Sie können als Trainingsvorbereitung
beliebig viele der folgenden Standard-Dehnübungen machen. Vielleicht
sollten Sie sich auch überlegen, einen Yoga- oder Stretching-Kurs
zu absolvieren. Diesen zusätzlichen Aufwand zur Verbesserung der Gelenkigkeit
halten viele Bodybuilder für überflüssig, doch andere, Tom Platz etwa,
vertrauen in hohem Maße auf das Dehnen, um ihr Training zu optimieren.
Wenn man zusieht, wie Tom Platz sich vor dem Training locker und geschmeidig
macht, die gewaltigen Beine wie Brezeln unter sich verschlungen, kann
man eigentlich nur staunen. Er bringt die Hälfte seines Wadentrainings
damit zu, die Wadenmuskeln bestmöglich zu dehnen, oft unter Einsatz
sehr schwerer Gewichte, weil er weiß, daß mit zunehmender Dehnung
der Muskeln auch entsprechend mehr Fasern bei der Kontraktion zum
Einsatz kommen. Doch so wichtig das Dehnen vor und nach dem Training
ist, so wichtig erscheint es mir auch während des Trainings. Geradeso,
wie ich empfehle, die Muskeln zwischen den Sätzen anzuspannen und
Posen auszuführen, so halte ich es auch für nützlich, bestimmte Muskeln
nach jedem Satz zu dehnen. Die "Lats" profitieren zum Beispiel
davon, wenn man bei Klimmzügen oder beim Latziehen am Rollenzug Übungen
einstreut, die diese Muskeln sorgfältig dehnen. Wie Sie sehen werden,
habe ich bei verschiedenen Übungen, bei denen ich es für besonders
nützlich hielt, Dehnübungen eingeplant. Es sind nun einmal Details
wie diese darauf zu achten, nichts auszulassen, die die Champions
von den anderen abgrenzen, und der Unterschied fällt auch sofort auf,
wenn sie im Wettkampf auf der Bühne posen. Der Unterschied liegt nicht
nur in die Körperentwicklung an sich bestmöglicher Teilung und Definition-,
sondern auch in der Eleganz ihrer Präsentation. Bodybuilder wie Ed
Corney, der wohl beste Poser im modernen Bodybuilding, wären niemals
zu so wunderbaren Bewegungen fähig, wenn ihr Bewegungsumfang durch
harte oder verkürzte Muskeln, Sehnen und Bänder eingeschränkt wäre.
Ich halte es nicht für notwendig, viel Zeit und Energie für das Dehnen
aufzuwenden, es sei denn, es wäre aus Gründen ernsthaft eingeschränkter
Beweglichkeit oder zur Rehabilitation nach einer Verletzung erforderlich.
In der Regel genügen zehn Minuten vor und nach dem Training, um die
zehn wichtigsten Dehnübungen für größere Muskelgruppen auszuführen.
Das Dehnen muss langsam und behutsam erfolgen, nicht mit schnellen,
ruckartigen Bewegungen. Wenn Sie die Muskel-Sehnen-Struktur einer
plötzlichen Belastung aussetzen, kontrahiert sie, um sich zu schützen,
und damit verfehlt die Übung ihren Zweck. Doch wenn Sie die Struktur
vorsichtig dehnen und 30 Sekunden oder länger in der Extremstellung
verharren, entspannt sich die Sehne, und Sie werden gelenkiger. Ich
empfehle Ihnen, sich für jede der folgenden Übungen eine Minute Zeit
zu nehmen. Das sollte allerdings als Minimum betrachtet werden. Je
mehr Zeit Sie sich für das Dehnen nehmen, desto gelenkiger werden
Sie. Der
Waschbrettbauch
Zur
Praxis: Fettablagerungen werden auf dem Bauch als erstes sichtbar,
wenn dort Fett angesetzt hat, dann ist es schwer die Polster wieder
los zu bekommen. Dafür gibt es ein Training für die Bauchmuskulatur,
um diese zu straffen und hervorzuheben. Es sei dazu gesagt, wenn
Sie aber mehr Kalorien an Nahrung zu sich nehmen als gebraucht werden,
dann bekommen Sie nie einen flachen Bauch, und Vorsicht vor dem
Genuss mit Alkohol, hiervon wachsen am besten die Fettpolster.
Die
Übungen für die Bauchmuskulatur sind alle klassischer Art. Wir kennen
zum Beispiel das Bauchpressen sowie die Übungen auf dem Schrägbrett
(je höher der Winkel eingestellt ist, desto größer ist der Druck
auf die Bauchmuskeln. Werden dazu noch die Hände hinter den Kopf
gelegt, erhöht sich die Belastung auf den Bauch.
Übungen für die Bauchmuskeln sind auch:
Seitliche Sit-Ups, das heißt, wir bewegen
den Körper nicht nach vorne wie beim Bauchpressen, sondern trainieren
die seitlichen Bauchmuskeln in dem wir unsere Bewegungen nach rechts
und links machen.
Hängen an der Klimmzugstange, dabei die
Beine nach vorne anheben, dann werdet ihr merken, wie der Druck
auf Ihre Bauchmuskeln steigt.
Latzug-Gerät: sehr effektiv ist
auch die Übung am Latzug-Gerät. Geht an das Gerät und begebt euch
in die Knie, (Seil kommt von oben) dann zieht ihr mit Hilfe des
angehängten Seiles den Oberkörper mit dem Gewicht nach unten, wobei
die Belastung auf den Bauch versetzt wird und nicht mit den Armen
abfangen wird.
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